Persönliche Archäologie

Die Wurzel eines Baums am Hainberg in Goettingen

Zum zweiten Mal habe ich eine Kurzgeschichte, die ich 2009 geschrieben habe, mit Hilfe der Wayback Machine aus dem Internet Archive heraus geholt. In den Turbulenzen der letzten Zeit mit meinem Blog war die Geschichte erneut verloren gegangen. Die Lehre daraus: ich sollte mich wirklich mehr mit Datensicherung beschäftigen …

Die Kurzgeschichte Vier Todesfälle und eine Abmahnung erreichen Sie übrigens über einen Eintrag am Ende der Seitenleiste.

Rückzugsort

Leseecke mit Buecherregalen, Stehlampe und Ledersessel

Die Leseecke: an drei Seiten von Bücherregalen umgeben, eine Stehlampe und ein bequemer Sessel. Was will man mehr? Hier sitze ich meist abends, greife nach dem Zufallsprinzip in den Buchbestand und lese in vier bis fünf Bücher. Besonders geeignet sind die Bücher von Max Goldt, Essaysammlungen und Gedichte, also die eher kurzen Texte. Aber ich lese auch in längeren Werken, deren Lektüre ich mir für die nächste Zeit vornehme. So behält man nebenbei den Überblick über den eigenen Bestand.

Zustände

Den Status quo zum Jahreswechsel konnte ich halten. Die Wohnung ist aufgeräumt wie in den ersten Januartagen. Der Entropie trotzend habe ich erste Zeichen erneuter Unordnung sofort bekämpft, den Müll in seinen vielfältigen Formen – Altpapier, Glas, organischen Müll und Restmüll – getrennt und herunter getragen. Berge schmutzigen Geschirrs, gar als Ort einer Pilzzucht, konnten sich nicht auftürmen, da der Abwasch meist sofort nach dem Essen folgt. Es hat sich als praktisch erwiesen, noch während des Kochens überflüssige Teile abzuwaschen. Soweit, so gut. Die Haushaltsführung verläuft in den richtigen Bahnen.

Die Gesundheit könnte besser sein. Ich binn nicht richtig krank, aber auch nicht richtig gesund, sondern in einem Zwischenreich des herabgesetzten Wohlbefindens. Mit dem neuerlichen Kälteeinbruch wird sich das auch nicht ändern. Aber danach hoffe ich auf wärmere Zeiten. Und wenn ich mich noch zu einigen Maßnahmen grundsätzlicher Art durchringe, kann ich den alten besseren Zustand im Sommer wieder erreichen.

Der verschlechterte Allgemeinzustand, der noch durch Schlaflosigkeit verstärkt wird, hat dazu geführt, dass ich weniger die Dinge gemacht habe, die mir Spaß machen: Lesen und Malen. Neben den dienstlichen Pflichten fehlte gelegentlich der Antrieb. Das soll sich wieder ändern. Das ist mein Plan für dieses Jahr. Ich weiß übrigens ziemlich genau, was ich dafür tun muss. Zwei Todesfälle in meinem Abiturjahrgang, von den ich vor einigen Tagen erfuhr, sind mir eine Mahnung, hier nichts schleifen zu lassen.

Schlaflos (I): Technik und Zwischenmenschliches

Wer ermattet schon am frühen Abend ins Bett fällt, wacht mitten in der Nacht auf. Da ist es gut, wenn man einen Internetanschluss hat und Geschichten findet wie die folgenden.

Technik, die nicht begeistert

Werkzeug ist wichtig, sorry.
Photo Andrea Diener

Eine Journalistin reist mit ihrer Photoausrüstung nach Marokko. Im Flughafen von Tanger wird ihre Kamera beschlagnahmt. Die wird sie wieder bekommen, aber erst bei der Ausreise. Für den Job muss ein Ersatz her. Ein Herr vom Fremdenverkehrsamt beschafft eine Leihkamera. Problem gelöst? Nein. Die Probleme fangen erst an.

Wer mehr Ahnung vom Photographieren hat als ich, ist im Vorteil bei diesem Bericht. Aber es gelingt der Autorin, das Drama auch dem Laien verständlich zu machen.

Das Ende der Leidenschaft: die Therapie

Die Liebe en miniature
Melancholie Modeste vom 18. April 2017

Ein geordnetes Leben, eine heimliche, aber wenig spektakuläre Leidenschaft, die Entdeckung derselben: das sind die Ingredienzien dieser schönen Geschichte.